Dialog der Disziplinen – Impulse aus dem Tag der Lehre

Ein ZHQ-Podcast in zwei Teilen

Am Tag der Lehre 2025 an der FH Aachen war das Foyer an der Eupener Straße nicht nur Begegnungsort, sondern Aufnahmestudio: Zwischen Stimmengewirr, der Candy-Bar und den Stellwänden der Vernetzungsbörse entstand ein Live-Podcast, der Lehrende und Verantwortliche ins Gespräch brachte – über Ideen, Herausforderungen und Zukunftsbilder der Lehre.

Unter dem Motto „Dialog der Disziplinen“ ging es darum, wie Hochschullehre Brücken schlägt – zwischen Fächern, Methoden, Menschen. Ich habe mich dafür mitten ins Geschehen gesetzt und Lehrende aus ganz unterschiedlichen Kontexten eingeladen, um gemeinsam nachzuspüren, wie Interdisziplinarität im Alltag lebendig wird.


Die Gäste

Teil 1

  • Prof. Dr. Daniel Goldbach, Studiendekan des Fachbereichs 10, sprach über den Zusammenhang von KI, Interdisziplinarität und menschzentriertem Denken.
  • Stephanie Schulte-Busch und Peter Schreiber aus dem ZHQ erzählten von der Organisation des Tags der Lehre und davon, wie Vernetzung über Fachgrenzen hinweg gelingt.
  • Prof. Anna-Lea Dyckhoff (FB 5) gab Einblicke in die interdisziplinären Projekte ihres Fachbereichs – ein Modell, das durch clevere Curriculumsarbeit fester Bestandteil der Studiengänge geworden ist.

Teil 2

  • Peter Holzkämper (FB 10) berichtete, wie Studierende in einem mechatronischen Entwicklungsprojekt echte Team- und Kommunikationskompetenzen aufbauen.
  • Prof. Dr. Josef Rosenkranz, Prorektor für Studium und Lehre, reflektierte über seine Erfahrungen aus vielen Jahren Hochschulentwicklung – und sprach über das, was Interdisziplinarität wirklich ausmacht.
  • Prof. Dr. Linda Steuer-Dankert (FB 10), Lehrpreisträgerin 2025, zeigte, wie Offenheit und Empathie Räume für Lernen, Begegnung und Veränderung schaffen.

Ein roter Faden zog sich durch alle Gespräche: Interdisziplinarität entsteht nicht automatisch – sie braucht Haltung, Räume und Kommunikation.

„Disziplinen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Kommunikationszusammenhänge haben. Wir fühlen uns darin wohl – und unwohl, wenn wir sie verlassen. Umso wichtiger ist es, dass wir den Mut haben, diese Zwischenräume zu gestalten“, sagt Prof. Dr. Josef Rosenkranz.

Rosenkranz betont außerdem, dass Hochschulen sich nach außen öffnen müssen – hin zu echten Kooperationen mit der Zivilgesellschaft. „Das passiert noch viel zu selten. Aber genau dort, in der Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg, entsteht das, was wir als transdisziplinäres Lernen verstehen.“

Sein Fazit: Interdisziplinarität erhöht nicht nur die Methodenkompetenz, sondern verändert die Art, wie wir Lehre denken – vom Wissenstransfer hin zum gemeinsamen Erkenntnisprozess.


Lehrpreis 2025

Mit Prof. Dr. Markus Biel und Prof. Dr. Linda Steuer-Dankert wurden in diesem Jahr zwei Lehrende ausgezeichnet, die zeigen, was gute Lehre ausmacht: Offenheit, Begeisterung und den Mut, Neues auszuprobieren.
Im Gespräch beschreibt mir Steuer-Dankert, wie sie Räume für Begegnung schafft, in denen Studierende lernen, Vielfalt und Unterschiedlichkeit als Stärke zu begreifen.


Der Podcast

Der Podcast erscheint in zwei Teilen:
Teil 1: Stimmen aus der Organisation und Praxis – vom ZHQ über Fachbereiche bis hin zu Projekten aus der Lehre.

Impulse vom Tag der Lehre_Teil 1


Teil 2: Lehren, Lernen, Auszeichnen – drei Perspektiven auf die Zukunft der Lehre.

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Laura Heine
Wiss. Mitarbeiterin |  Beiträge

Studierte Medienwissenschaftlerin (MA) und Digital Learning Managerin. Mitglied des Arbeitsbereichs E-Learning im ZHQ.

1 Kommentar

Toller Beitrag und Podcast schaffen es, die Stimmung des TdL wiederzugeben, Zuhören ist ein guter Anfang für Interdisziplinarität.

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