Students as Partners

ZHQ intensiviert Austausch mit Studierenden

In einer Zeit, in der die Hochschullehre einem stetigen Wandel unterliegt, ist der enge Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden von entscheidender Bedeutung. Deshalb wollen wir als Schnittstelle nun noch einen Schritt weiter gehen und alle Mitarbeiter:innen des Zentrums fĂŒr Hochschuldidaktik und QualitĂ€tsentwicklung (ZHQ) in den Austausch mit einbeziehen. Geplant sind gemeinsame Runden des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) mit Vertreter:innen der einzelnen Teams des ZHQ. Doch was bedeutet diese Entwicklung genau und warum ist sie so wichtig?

Eine entscheidende Initiative, die hinter dieser Entwicklung steht, ist das Konzept „Students as Partners“ (Studierende als Partner:innen). Dieser Ansatz betont die gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrenden in der Gestaltung und DurchfĂŒhrung von Lehrveranstaltungen sowie in der Entwicklung der Hochschullehre im Allgemeinen. Diese Idee geht ĂŒber das traditionelle Lehrer:innen-SchĂŒler:innen-VerhĂ€ltnis hinaus und erkennt die Studierenden als aktive Gestalter:innen ihres eigenen Lernprozesses an.

„Engaging students as partners is a powerful idea, the implementation of which has the potential to transform HE [higher education].“

Healey, M., Flint, A. & Harrington, K. (2016). Students as Partners: Reflections on a Conceptual Model. Teaching & Learning Inquiry: The ISSOTL Journal, 4(2).

Warum sehen wir diese Entwicklung als maßgeblich fĂŒr gute Lehre? Die Antwort liegt in den vielfĂ€ltigen Möglichkeiten und Vorteilen, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden bietet. So kann ein Perspektivwechsel auf die Lehre dabei unterstĂŒtzen, Probleme besser zu verstehen oder neue kreative Ideen zu entwickeln. Bereits jetzt arbeiten wir im ZHQ in verschiedenen Bereichen eng mit den Studierenden zusammen. Zum Beispiel spielt das Feedback der Studierenden eine zentrale Rolle bei der Evaluation von Lehrveranstaltungen. Durch gemeinsam entwickelte Fragebögen und Interviews werden kontinuierlich Anregungen zur Verbesserung der Lehre gesammelt und umgesetzt.

Mit dem Team Kompetenzentwicklung fĂŒr Studierende hat das ZHQ in der Vergangenheit bereits den Ansatz „Students as Partners“ verfolgt, um gemeinsam mit den Studierenden die Lehrveranstaltungen weiterzuentwickeln. Mit der EinfĂŒhrung des Teams E-Learning und dem neu entwickelten Beratungsangebot zu Internationalisierung und Nachhaltigkeit (BIN) haben wir uns zu Beginn dieses Jahres zum Teil neu aufgestellt.

BIN bietet Lehrenden eine eigene Beratungsstelle, um sie innerhalb des Strategieprozesses zu unterstĂŒtzen.  In einem mehrstufigen Beratungsprozess werden bedarfsgerechte Lösungen entwickelt, die sich an den Items des Self-Assessment-Fragebogens orientieren. Lehrende erhalten zielgerichtet Materialien und bekommen Partner:innen aus Hochschule, Berufspraxis und Zivilgesellschaft vermittelt. Insbesondere das Team des BIN kann von den Erfahrungen der vorherigen Arbeit aus der Kompetenzentwicklung stark profitieren. Die Zusammenarbeit mit den Studierenden wird weiterhin hilfreich sein, um den Perspektivwechsel zu behalten.

Die neue Form der engen Zusammenarbeit ermöglicht sowohl dem ZHQ als auch den Studierenden neue Kommunikationswege. Die Hochschuldidaktik fungiert als Schnittstelle zwischen Lehrenden und Studierenden, wodurch Synergieeffekte entstehen. Die NÀhe zu den Studierenden ermöglicht es den Lehrenden, deren Perspektive besser zu verstehen und ihre Ideen entsprechend anzupassen. Gleichzeitig werden die Studierenden als Sparringspartner:innen ernst genommen und aktiv in die Weiterentwicklung der Hochschule eingebunden.

Bereits beim ersten Austauschtreffen der Teams mit dem AstA wurde deutlich, dass die gemeinsamen Anliegen Feedback durch die Studierenden, alternative PrĂŒfungsformate und die Digitalisierung der Lehre gemeinsam angegangen werden können. Diese Themen sind nicht nur fĂŒr die Studierenden von Bedeutung, sondern betreffen die gesamte Hochschulgemeinschaft. Die Einbindung der Studierendenperspektive ist daher unerlĂ€sslich, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die den BedĂŒrfnissen aller gerecht werden.

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Laura Heine
Wiss. Mitarbeiterin | BeitrÀge

Studierte Medienwissenschaftlerin (MA) und Digital Learning Managerin. Mitglied des Arbeitsbereichs E-Learning im ZHQ.

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