KI im Studienalltag

Wie Studierende der FH Aachen Künstliche Intelligenz nutzen

Umfrage des ZHQ im Rahmen der regelmäßigen Studienverlaufsbefragung zeigt: KI ist längst Alltag – aber Regeln, Qualität und Vertrauen bleiben Knackpunkte.

KI als neues Studienwerkzeug

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage des ZHQ unter 633 Studierenden (5. Semester Bachelor/ 2./3. Mastersemester) der FH Aachen machen deutlich: Künstliche Intelligenz (KI) hat im Studium einen festen Platz gefunden.
95 % der Befragten nutzen KI-Tools zumindest gelegentlich – 63 % sogar mehrmals pro Woche, 25 % insgesamt täglich. Besonders beliebt ist KI für das Erklären komplexer Inhalte (71 %), Recherche und Zusammenfassungen (65 %) sowie beim Schreiben und Programmieren (45 %). Mehr als die Hälfte (55%) gibt an, dass sie sich beim Lernen mit KI-Tools motivierter fühlt und drei Viertel der Befragten versucht Aufgaben zunächst ohne KI zu lösen.

Infografik mit dem Titel „Nutzungsintensität & Use Cases“ zur KI-Nutzung im Studium. Links zeigt ein Diagramm zur Häufigkeit der KI-Nutzung, wobei viele Studierende KI mehrmals pro Woche oder täglich verwenden. Rechts visualisiert ein Balkendiagramm typische Anwendungsbereiche wie das Erklären komplexer Inhalte, Recherche und Zusammenfassung, Schreiben, Brainstorming und Programmierunterstützung. Eine Zusammenfassung am unteren Rand hebt zentrale Nutzungsmuster und häufige Einsatzfelder hervor.
Quelle: Ergebnisse KI-Umfrage Studierende | 02.02.2026

„KI ist kein Zukunftsthema mehr, sondern ein Werkzeug, das Studierende bereits selbstverständlich in ihren Lernalltag integriert haben.“

Vertrauen ist gut – Kontrolle bleibt wichtig

Auch wenn die Nutzung weit verbreitet ist, zeigt sich im Antwortverhalten eine kritische Haltung: Die große Mehrheit prüft KI-generierte Inhalte vor der Verwendung. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass Unsicherheiten bei Prüfungsregeln, Dokumentation und Datenschutz bestehen.
Rund drei Viertel der Befragten äußern Bedenken wegen möglicher Halluzinationen“ und verzerrter Antworten, fast die Hälfte sorgt sich über Bias in KI-Systemen.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Lehrformaten, die nicht nur technisches Know-how, sondern auch kritische Reflexionskompetenz im Umgang mit digitalen Tools fördern – ein Kernelement der Digitalisierungssäule im Framework der FH Aachen.

Infografik mit dem Titel „Hürden & Wünsche“ zur KI-Nutzung im Studium. Links zeigt ein Balkendiagramm Gründe gegen die Nutzung von KI-Tools, darunter Sorgen vor falschen Ergebnissen, Bias, Datenschutzproblemen sowie der Angst, des Betrugs beschuldigt zu werden. Rechts sind zentrale Wünsche der Studierenden aus Freitextantworten aufgeführt, etwa klare Regeln, transparente Kennzeichnung, Schulungen, Zugang zu hochschulkonformen Tools und verantwortungsvoller Umgang mit KI-Detektoren. Im unteren Bereich werden Kernaussagen zu Hürden und Unterstützungsbedarfen zusammengefasst.
Quelle: Ergebnisse KI-Umfrage Studierende | 02.02.2026

Was Studierende sich wünschen

In den Freitextantworten formulieren Studierende klare Wünsche an die Hochschule:

  • Klare und einheitliche Regeln zur Nutzung und Dokumentation von KI – insbesondere in Prüfungen
  • Workshops und Schulungen zu Themen wie Prompting, Quellenbewertung und Ethik
  • Zentrale FH-Plattform oder lizenzierte Tools für faire und datenschutzkonforme Nutzung
  • Verantwortungsvoller Umgang mit KI-Detektoren und Fokus auf Vertrauen statt Kontrolle

Damit greifen die Rückmeldungen der Studierenden zentrale Ziele des Frameworks der FH Aachen auf: den gezielten Aufbau digitaler Kompetenzen, kritisches Handeln im Umgang mit Daten und die Verankerung von Innovation in der Lehre.

ZHQ als Partner für Lehrende

Das ZHQ unterstützt Lehrende der FH Aachen dabei, die Erkenntnisse aus der Umfrage in die Praxis zu überführen – z. B. durch Vernetzung und hochschuldidaktische Austauschformate.
Ziel ist es, KI als didaktisches Werkzeug bewusst, verantwortungsvoll und lernförderlich einzusetzen.


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Das Titelbild wurde im Februar 2026 mit Unterstützung einer KI erstellt.

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Miriam Barnat
Prof. Dr. rer. pol. Miriam Barnat
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