Ein lebendiges Treffen in Sankt Augustin
Die dritte Tagung des Arbeitskreises Evaluation der HAW in NRW im Rahmen des Projekts ProVELS gefördert von der StIL brachte in diesem Jahr 97 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Ziel war es, die Verknüpfung von Evaluation und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu diskutieren:
- Wie kann Evaluation selbst einen Beitrag zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten?
- Und wie lässt sich BNE an Hochschulen sinnvoll evaluieren?
Die vollständige Pressemitteilung mit allen Details zur Ausrichtung der Tagung findet sich hier: „Evaluation x BNE. Die Hochschule der Zukunft mitgestalten“ – Jahrestagung 2025 des AK Evaluation | Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS)
Vielfalt der Ansätze
In Vorträgen und Workshops wurde deutlich, wie facettenreich das Thema ist: von textbasierten Analysen über den Umgang mit Freitextkommentaren bis hin zur Verankerung von Nachhaltigkeit in QM-Systemen.
Das detaillierte Programm ist online verfügbar: https://zhq-blog.fh-aachen.de/evaluation-x-bne-programm/.
In diesem Rückblick soll es vor allem um das gehen, was spürbar war – die Offenheit, die Diskussionen und die Freude am Austausch.
Begegnungen, die tragen
Die Stimmung war geprägt von Wiedersehensfreude und Neugier. Viele bekannte Gesichter aus dem Arbeitskreis Evaluation und den Universitäten reisten erneut an – „weil es schon letztes Jahr großartig war“ – und neue Teilnehmende brachten frische Perspektiven ein.
Das Pre-Conference Get-Together am Vorabend erleichterte das Ankommen, während das gemeinsame Abendessen nach dem ersten Tagungstag Gelegenheit bot, Kontakte zu vertiefen und neue Kooperationen anzudenken.
Inspiration auf Kopf- und Gefühlsebene
Besondere Impulse gaben die beiden zentralen Beiträge:
Dr. Antje Brock (Institut Futur, Berlin) zeigte in ihrer Keynote zum UNESCO-BNE-Programm „ESD for 2030“, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung motivierend gestaltet und zugleich messbar gemacht werden kann. Damit stellte sie die Frage nach der Balance zwischen Qualität, Quantität und Sinnhaftigkeit ins Zentrum.


Brigitte Peter (Wissenschaftsladen Bonn) eröffnete im Workshop zu den Inner Development Goals (IDGs) eine völlig andere Ebene: die Selbstreflexion. Welche Kompetenzen brauchen nicht nur Studierende, sondern auch Lehrende und Thrid-Space-Mitarbeitende, um resilient und wirksam handeln zu können? Die Resonanz der Teilnehmenden zeigte, wie wertvoll dieser Perspektivwechsel war.
Gemeinsam in die Zukunft
Zum Abschluss brachte eine Zukunftswerkstatt die Ideen des Tages zusammen. Moderiert wurde sie von Angela Turck, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Unter ihrer Leitung konnten die Teilnehmenden konkrete Ansätze weiterdenken – mit dem Blick darauf, wie Hochschulen durch Evaluation und BNE gemeinsam zu Gestalterinnen einer nachhaltigen Zukunft werden können.
Fazit: Mehr als eine Fachtagung
Die Tagung war nicht nur ein Ort für Fachimpulse, sondern vor allem ein Raum für Begegnung, Austausch und Aufbruchsstimmung. Sie hat gezeigt: Wenn Evaluation und BNE zusammen gedacht werden, entsteht nicht nur methodische Schärfe, sondern auch gemeinschaftliche Energie für Veränderung. Getragen wurde dieses Gefühl nicht zuletzt durch die besonderen Gestaltungsmerkmale, die wir bewusst aus dem letzten Jahr übernommen haben: die Plenar-Workshops, die Zukunftswerkstatt sowie die liebevoll arrangierten Blumen, Bilder und Stellwände mit Ergebnissen. All dies verlieh der Tagung eine Atmosphäre, die inspiriert, verbindet und lange nachhallt – und zeigt, wie Fachtagungen zu Erlebnissen werden können, die mehr bewegen als den Kopf.




























