der ai×press verabschiedet sich in die Sommerpause. Wir melden uns voraussichtlich nach dem KI-Summit zurück, hoffentlich mit spannenden Updates. Genießen Sie bis dahin den bisher größten Newsletter.
ai×-Veranstaltungen
KI-Summit 2025: re:learn – Mitmachen und Lernen
Am 9. und 10. September lädt die FH Aachen zum KI-Summit re:learn ein. Lehrende und Mitarbeitende können praxisnah Generative KI ausprobieren, von Expert:innen lernen und sich mit Kolleg:innen austauschen. Die Teilnahme wird als Arbeitszeit anerkannt und ist eine gute Chance, neue Impulse für Lehre und Forschung zu sammeln. Mehr Infos finden Sie auf der KI-Seite der FH Aachen.
ai×perience für die Fachbereiche
Sie wünschen einen für Ihren Fachbereich zugeschnittenen Workshop oder Schulung zu generativer KI? Von den Grundlagen bis zum spezialisierten Chatbot, von reinem Textchat zu ersten agentischen Anwendungen.
Nachdem die ai×perience-Formate im FB2 und FB6 sehr erfolgreich durchgeführt wurden, freuen sich Jonas Gilz und Christoph Horst auf neue Einladungen. Melden können sich alle Lehrenden oder Mitarbeiter:innen an [email protected].
Neues aus der FH
ai×change 03: KI im Hochschulalltag
Bei der Austauschveranstaltung ai×change 03 präsentierten Prof. Pieper (FB 10) und Prof. Krycki (FB 6) ihre Erfahrungen zu Chatbots in der Lehrvorbereitung. Von der automatischen Transkription von Vorlesungen über KI-generierte Python-Plots bis hin zu interaktiven Übungsfragen: KI reduziert Routineaufwand und erhöht die nachhaltige Nutzung von bisher erstellten Inhalten. Die Aufzeichnung, sowie eine Zusammenfassung der Abläufe finden Sie im Blog.
Bewerten, was zählt – Prüfungsformate im Wandel
Generative KI macht deutlich: Es reicht nicht mehr, nur das Endprodukt einer Abschlussarbeit zu bewerten. Ein gut formulierter Text ist kein Beweis für tiefes Verständnis. Was also bedeutet das für Prüfungen in der Hochschullehre?
In einem Workshop an der FH Aachen wurden gemeinsam mit Lehrenden und Prüfenden neue Bewertungsansätze entwickelt. Diese hat Christoph Horst im Blogartikel für Sie zusammengefasst.
ai×ternes
Lehre und Hochschule
KI-Integration in den Studiengang
Barbara Geyer zeigt auf, wie Hochschulen KI in Studiengänge einbinden – von Prompt-Labs bis zu KI-gestützten Prüfungen. Ein Schritt zur zukunftsfähigen Lehre.
Diskussion von Prüfungsformaten in Schulen
KI-Tools erschweren die Erkennung von Schülerleistungen. Lehrer Bernhard Gmeiner fordert daher neue, KI-resistente Prüfungsformate und hat ein Handbuch dazu erstellt.
Plagiatsvorwurf durch KI-Detektor – und daneben gelegen
Ein KI-Detektor schlägt Alarm und die betroffene Studentin musste 15 Seiten einreichen, um zu beweisen: Ihre Arbeit stammt nicht von einer KI.
Prompt-Katalog für Lehre & Alltag
Das offene Coda-Board versammelt getestete Prompts für Hochschullehre, Projekte & Kommunikation. Einfach durchklicken – oder selbst ergänzen!
Your Brain on ChatGPT
Eine neue MIT-Studie zeigt mithilfe von EEG-Messungen, dass zu viel KI-Hilfe langfristig kognitive Ressourcen abbaut.
Arbeit
KI-Nutzung im Job in Deutschland
Nur wenige Beschäftigte nutzen KI im Berufsalltag aktiv, auch weil sie den Ergebnissen nicht vertrauen. Das macht klar, wie wichtig Fortbildungen und einfache Tools sind.
Amazon über Arbeitsplatzabbau durch KI
Nicht nur Amazon baut KI-bedingt Stellen ab, auch jedes vierte deutsche Unternehmen geht davon aus, dass es aufgrund von KI Stellen abbauen wird, im Schnitt ca. 8% der Stellen in den nächsten fünf Jahren.
KI-Flut – Mit was sollte ich arbeiten?
Mit dieser Frage setzt sich Ethan Mollick in seinem neuen Blogartikel auseinander und gibt klare Empfehlungen, was man für welche Einsatzzwecke nutzen sollte.
Forschung und Entwicklung
Claude Opus 4: Wenn’s zu schlau wird
Claude Opus 4 zeigte im Sicherheitstest beunruhigendes Verhalten: Das Modell entwickelte Strategien zur Umgehung von Regeln – Anthropic stuft es nun als Level-3-Modell ein. Ein Reminder: Sicherheit ist kein Nebenthema.
KI erkennt Testsituationen
Ein Paper zeigt: LLMs erkennen oft, wenn sie getestet werden – und passen ihr Verhalten entsprechend an.
Common Pile: Der Datensatz wird groß
Mit über 600 Milliarden Tokens und lizenzierten Inhalten ist der Common Pile einer der größten offenen KI-Trainingsdatensätze – jetzt öffentlich zugänglich.
Diffusionsmodelle: Eine andere Art der LLMs
Bisherige LLM arbeiten meist linear, d.h. der nächste Textteil kommt nach dem vorherigen. Diffusionsmodelle erstellen ähnlich wie bekannte Bildgeneratoren mehrere Textteile in Abhängigkeit von einander durch eine Rauschreduktion – und sind dabei besonders schnell.
Google stellt mit Gemini Diffusion nun auch sein erstes kommerzielles Modell vor.
AlphaEvolve: KI denkt Mathematik neu
Mit AlphaEvolve stellt DeepMind ein KI-Tool vor, das komplexe mathematische Beweise nicht nur reproduziert, sondern eigenständig neue Lösungsansätze entwickelt. Die Kombination aus Sprachmodell und evolutionärem Algorithmus überrascht mit hoher Originalität – und könnte bald auch andere Formalwissenschaften beflügeln.
Self-Alignment: KI finetuned sich selbst
Anthropic stellt eine Methode vor, bei der KIs sich ohne RLHF selbst nachjustieren. Das reduziert nicht nur Kosten – sondern eröffnet neue Wege für Training & Sicherheit.
Sind LLMs der richtige Weg zur generellen Intelligenz
Sind aktuelle Entwicklungen im LLM-Bereich der richtige Weg zu genereller künstlicher Intelligenz? Yan Lecun ist der Meinung nein, den Modellen fehlt ein physikalisches Weltverständnis. Mit V-Jepa zeigt er ein Modell, dass anhand vergleichsweise weniger Trainingsdaten sehr schnell ein Weltverständnis zeigt.
KI-Tooltime
Disclaimer: Beachten Sie bitte immer die Nutzungsbedingungen und durch die Tools erhobenen Daten. Weiterhin ist jegliche Nutzung im beruflichen Kontext mit den entsprechenden Stellen abzuklären.
LLMs und Chatbots
OpenAI GPTs mit Modellwahl
Bisher nutzten mit ChatGPT gebaute GPTs immer GPT4o-mini als Grundlage. Ab sofort erlauben eigene GPTs, also spezialisierte Bots, beim Bau ein bestimmtes Modell als Standard festzulegen. Dies kann dann während der Nutzung angepasst werden.
Mistral „Magistral“: Europäisches Reasoning-Modell
Das neue Modell aus Frankreich überzeugt mit starker Performance in Reasoning-Tasks – und steht als kleine Variante sogar Open Source zur Verfügung. Mistral liefert damit erstmals ein EU-basiertes Modell, das GPT-3.5 in Kernbereichen übertrifft.
Perplexity Labs
Mit seinem Tool Labs verspricht Perplexity den nächsten Schritt in KI-Agenten nach Deep Research. Neben Deep Research, wertet Labs die Daten aus, schreibt Code und Webinhalte und noch vieles mehr. Beipiele findet man auf der firmeneigenen Homepage.
Manus: Der Multi-Agent im Eigenbetrieb
Ähnlich wie Perlexity Labs setzt auch das Agentensystem Manus Aufgaben wie Recherche und Datenanalyse eigenständig um – inklusive Zielplanung und Tool-Auswahl. Noch im Alpha-Stadium, aber ein spannender Vorgeschmack auf automatisierte Projektarbeit à la „KI-Team“.
Duck.ai + GPT-4o mini: Suchmaschine und Bildupload
Der datenschutzfreundliche Chatbot Duck.ai von duckduckgo bekommt Echtzeit-Webzugriff und Bildupload via GPT-4o mini – ein Schritt Richtung All-in-One-KI mit direkter Netzanbindung.
ChatGPT: o3 Pro verfügbar
OpenAI veröffentlicht o3-Pro, das sich durch noch längeres Denken auszeichnet.. Diese ist für Plus-, Teams- und Pro-Kund:innen verfügbar.
Audio und Video
Google AI Studio: Sprache zum Anhören
Einfach Texte eintippen und in verschiedenen Stimmen anhören – das neue Text-to-Speech-Tool von Google AI Studio lässt sich direkt im Browser testen.
Google Meet: KI spricht jetzt mit Ihrer Stimme – in anderen Sprachen
Google startet die Live-Sprachübersetzung in Meet – inklusive Ihrer eigenen Stimme, Betonung und Intonation. Ideal für Lehrsettings mit internationalen Studierenden oder Gäste-Vorträgen.
Veo 3: Text wird Video
Google präsentiert mit Veo 3 ein Text-to-Video-System auf 1080p-Niveau mit KI-generierter Musik.