Ergebnisse der Befragung zum Studieneinstieg

Wer kommt an die Hochschule und wie können wir den Studieneinstieg verbessern? Diesen beiden Fragen geht die jährliche hochschulweite Befragung der Zweitsemester in Bachelorstudiengängen nach. Sie ist eine der regelmäßigen Befragungen zur Weiterentwicklung der Studiengänge. Dabei haben Studiengangleitungen die Möglichkeit, eigene Fragen zu ergänzen.

In diesem Jahr haben 28% der Zweitsemester (679/2439) an der Befragung teilgenommen. Hier sollen nun ausgewählte Ergebnisse vorgestellt werden.

Demografie der Anfänger:innen

Drei Viertel der Studienanfänger:innen kommen aus NRW (74%), darunter der Großteil aus der Region (44%). Bei etwas weniger als der Hälfte (40%) haben die eigenen Eltern nicht studiert, sodass es mitunter bisher wenig Berührungspunkte mit dem System Hochschule gegeben hat. Darüber hinaus gibt ein Viertel (25%) der Befragten an, zuvor bereits für ein anderes Studium eingeschrieben gewesen zu sein. Ein Drittel (32%) der Befragten geht neben dem Studium einer regelmäßigen Erwerbsarbeit nach; darunter 43% einer fachnahen.

Die folgenden Prozentwerte fassen die beiden positiven Werte (z.B. „trifft zu“, „trifft völlig zu“) zusammen. Der Gegenwert beinhaltet die Antworten „trifft gar nicht zu“, „trifft eher nicht zu“ und „teils, teils“.

Studieneinstieg

4 von 5 Studienanfänger:innen sind insgesamt (sehr) zufrieden mit Ihrem Studiengang (80%) und erachten ihre Erwartungen, die sie zu Studienbeginn hatten, als erfüllt (78%).

Fast der Hälfte (44%) der Befragten gelingt es, selbstgesetzte Studienzeiten so einzuplanen und einzuhalten, dass sie mit ihrer Prüfungsvorbereitung zufrieden sind und 42% geben zum Studienfortschritt an, bisher alle nach Studienverlaufsplan vorgesehen Module bestanden zu haben. Zwei Drittel (65%) fühlen sich durch das erste Semester darin bestärkt, die zukünftigen Studienanforderungen bewältigen zu können; 14% tun dies nicht.

Zwei Dritteln ist deutlich geworden, wofür die Inhalte der Grundlagenfächer im weiteren Studium oder dem späteren Berufsalltag benötigt werden (65%). Und eine knappe Mehrheit hat sich auch außerhalb von Lehrveranstaltungen mit anderen Studierenden ausgetauscht oder zusammengearbeitet (60%).

Schulerfahrung mit KI

Der Großteil der Studierenden (85%) nutzt regelmäßig KI im Studium:

Allerdings geben lediglich 55% an, die Inhalte und Quellen vor deren Verwendung zu prüfen. Nichtsdestotrotz versucht die große Mehrheit Aufgaben zunächst ohne KI zu lösen (82%) oder nutzt diese zur Überprüfung von Lösungswegen (86%). Dabei zeigen sich große Unterschiede in der Vorbildung durch die Schule: 34% haben nicht mit KI, 38% vereinzelt und 28% regelmäßig mit KI in der Schule gearbeitet.

Ausblick

Hochschulweit zeigt sich somit eine hohe Gesamtzufriedenheit der Studierenden, die an der Befragung teilgenommen haben. Ausbaupotentiale zeigen sich beispielsweise in den Bereichen der Methoden zur Lernplanung, der sozialen Einbindung, der kritischen Überprüfung von KI-Ergebnissen sowie der Verdeutlichung des Anwendungsbezugs der Grundlagenfächer.

Im Wintersemester finden jährlich die hochschulweiten Befragungen der höheren Semester (5./6. Fachsemester) sowie der Masterstudierenden (2./3. Fachsemester) statt.

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Maximilian Schareck
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