FH-aixpress 10 – 10/25


Neues aus der FH Aachen

ai×-Veranstaltungen

Lehr- und Lernszenarien mit KI in der Fachlehre entwickeln: Studierende in KI-bezogenen Kompetenzen fördern

26.11.2025, 10-14 Uhr | Online-Workshop

mit Christiane Katz, Esther Smialowski (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)

Ziel dieses Workshops ist es, Lehrende dabei zu unterstützen, Lernaufgaben für ihre Fachmodule zu gestalten, mit denen Studierende generative KI-Ergebnisse fundiert beurteilen und kritisch hinterfragen können – etwa durch das Prüfen, Überarbeiten oder Kommentieren von KI-Outputs. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht technische Aspekte oder Prompt-Training für Studierende, sondern der Aufbau fachlich fundierter Bewertungskompetenz. Die Teilnehmenden reflektieren Einsatzmöglichkeiten in ihren eigenen Modulen, arbeiten mit Beispielen und entwickeln erste didaktische Szenarien, die Fachlogik, Lernziele und Reflexion sinnvoll verbinden.

Teilnahmevoraussetzung: erste Erfahrungen mit einem KI-Tool (z. B. FH-Chatbot, ILIAS-KI, ChatGPT, Gemini).

Anmeldung: Per E-Mail an [email protected]

Den KI-Zug verpasst? Crashkurs für Nicht-Nerds und Noch-Zweifler:innen

03.12.2025, 9-11 Uhr | Online-Workshop

mit Dr. Laura Zentgraf (Zentgraf Coaching)

Schwerpunkte des Einführungsworkshops sind die Themen grundlegende Nutzung von K.I. und ihre sinnvolle Anwendung rund um Lehre und Verwaltung sowie kritische Reflektion von Potenzialen im Kontext Hochschule. 

Der Workshop wurde im Rahmen des KI-Summit (September 2025) angeboten. Er richtet sich an alle, die ihn beim Summit nicht besuchen konnten.

Anmeldung: Loggen Sie sich in ILIAS ein und melden Sie sich zur Sitzung an.

Haus- und Abschlussarbeiten im Zeitalter von KI. Ansätze zur Förderung und Begleitung eigenständiger Leistungen

08.12.2025/12.12.2025, jeweils 9-12.30 Uhr | Online-Workshop

mit Prof. Dr. Thomas Heun (Hochschule Rhein-Waal)

Durch die Verfügbarkeit von Künstlicher Intelligenz stellt sich Lehrenden heutzutage die Frage, wie sie sicherstellen können, dass Prüfungsleistungen von den Studierenden und nicht durch eine KI erstellt werden. Neben der Entwicklung innovativer Prüfungsformate entsteht durch den Einzug von KI in Prüfungskontexte auch ein Anpassungsbedarf im Bereich der schriftlichen Prüfungsformen. Im Rahmen des Workshops wird die Bedeutung schriftlicher Arbeiten für die Wissenschaft betont, und es wird ein Katalog an didaktischen Prinzipien erarbeitet, der den Teilnehmenden Hilfestellung und Orientierung bei der Formulierung von textbasierten Prüfungsleistungen (Hausarbeit, Thesis etc.) bietet.

Die Teilnehmenden

  • entwickeln ein Bewusstsein für die Auswirkungen der Verbreitung von KI-Tools auf schriftliche Prüfungen.
  • entwickeln eine Anzahl an didaktischen Prinzipien („Stellschrauben“) für die Anpassung schriftlicher Prüfungen (insbes. Thesis & Hausarbeit) im Zeitalter von KI.
  • transferieren ihre Erkenntnisse und entwickeln angepasste schriftliche Prüfungsformen für ihre Lehrpraxis.

Anmeldung: Loggen Sie sich in ILIAS ein und melden Sie sich zur Sitzung an. Plätze begrenzt!

Künstliche Intelligenz als Lehr- und Lernkonzept an der Hochschule. Eine kritische ethische Reflexion

28.01.2026, 10-11.15 Uhr | Online-Vortrag

mit Prof. Dr. Toni Loh (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)

KI-Technologien und allen voran generative KI hat mittlerweile in nahezu alle Lebensbereiche der Menschen Einzug gehalten. Wie verändern sich dadurch unser Lehren und Lernen an der Hochschule? In dem Vortrag nimmt Prof. Dr. Toni Loh die ethischen Fragen in den Blick, die sich mit dem Einsatz von KI an der Hochschule und allgemein im Bildungssektor stellen. Zur eigenen praktischen Anwendung stellt Toni Loh ein Bewertungsmodell vor, mit dem sich eine Technologie umfassend ethisch beurteilen lässt.

Anmeldung: Melden Sie sich bitte in der entsprechenden ILIAS-Sitzung an. Die Anmeldung ist nicht verpflichtend und Sie können auch kurzfristig zum Webex-Meeting beitreten.

ai×perience

Sie wünschen einen für Ihren Fachbereich zugeschnittenen Workshop, Demonstration oder Schulung zu generativer KI? Von den Grundlagen bis zum spezialisierten Chatbot, von reinem Textchat zu ersten agentischen Anwendungen. Auf Wunsch auf die verfügbaren Tools an der FH Aachen zugeschnitten.

Anmeldung: Melden können sich alle Lehrenden oder Mitarbeiter:innen an [email protected].


ai×ternes

Lehre und Hochschule

10 Fragen zu KI-Output, Urheberrecht und OER

Die Hamburg Open Online University hat in einer Handreichung 10 Fragen zu KI-Output, Urheberrecht & OER betrachtet. Die groben Fragenstellungen zum rechtlichen Rahmen der Nutzung von KI-Output für Hochschulen werden dabei in verschiedenen Szenarien betrachtet und rechtlich eingeordnet, beispielsweise das Verwenden von fremden Inhalten als Input und die Kennzeichnung von KI-Inhalten.

KI-Delegation führt zu mehr Unehrlichkeit

In der Studie Delegation to artificial intelligence can increase dishonest behaviour betrachten die Autor:innen, ob die Delegation von Aufgaben an eine KI zu unehrlichem Handeln führt. Die Studienteilnehmer:innen sollten Würfelzahlen melden, die an Gewinn gekoppelt sind, dabei gab es die Möglichkeit zu lügen, um einen höheren Gewinn zu erlangen. Die Meldung konnte entweder selbstständig passieren oder durch eine Maschine, der man Anweisungen geben konnte. Das Ergebnis: Bei selbstständiger Meldung waren nur 5 % der Teilnehmer:innen unehrlich, bei den Instruktionen an die Maschine deutlich mehr, 25 % wenn exakte Instruktionen gefordert wurden und sogar 85 %, wenn vage Instruktionen reichten.

Abschlussarbeiten der Zukunft

Wie sieht die Zukunft der Abschlussarbeiten im KI-Zeitalter aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich das neue HFD-Diskussionspapier Wissenschaftliche Abschlussarbeiten im KI-Zeitalter von Doris Weßels, Annabell Bils und Jannica Budde. In dem Papier zeigen die Autorinnen auf, warum der Fokus auf Verbot und Kontrolle eher destruktiv wirkt und es in der Diskussion mehr darum gehen sollte, wie die Nutzung von KI gestaltet und bewertet werden kann. Schriftliche Arbeiten werden jedoch auch in Zukunft nicht komplett wegfallen, so die Autorinnen.

Und wenn du lange in einen Chatbot blickst, blickt der Chatbot auch in dich hinein

Der Beitrag Vertrautheit als Macht: Wie Interaktion mit KI unser Denken, Fühlen und Forschen verändert analysiert, wie die Interaktion mit KI-Systemen wie ChatGPT die Kommunikationskultur in der Hochschullehre verändert. Die zentrale These ist, dass KI-gestützte Interaktion nicht nur funktionale Unterstützung stiftet, sondern neue Beziehungsverhältnisse, die Urteilsfähigkeit und didaktische Praxis herausfordern—weshalb eine Hochschulkultur gefordert ist, die diese Vertrautheit didaktisch wie ethisch bewusst gestaltet.

PRÜFE den Output

Barbara Geyer stellt das PRÜFE-Framework vor—eine fünfstufige Routine zur Qualitätssicherung von KI-Outputs, die für Lehrende und Studierende interessant ist. Die Schritte sind als flexible Struktur gedacht, die je nach Kontext angewandt wird und kritisches, tiefes Nachdenken nicht ersetzt, sondern systematisch anleitet.

Dimensionen der AI-Literacy

Im Literature Review The AI Literacy Heptagon: A Structured Approach to AI Literacy in Higher Education untersuchen die Autor:innen, wie AI Literacy definiert und von verwandten Konzepten wie Data-, Media- und Computational Literacy abgegrenzt wird. Sie identifizieren sieben zentrale Dimensionen von AI Literacy und bündeln sie im AI Literacy Heptagon als strukturierendes Modell für die Gestaltung von Studiengängen.

Arbeit, Politik und Wirtschaft

Was halten Arbeitnehmende von KI?

Das ZDF fasst den neuen AOK-Report zusammen: Dieser untersucht unter anderem die Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt. Dabei ist die Angst vor Arbeitsplatzverlust allgemein noch gering, aber insbesondere in der wissenschaftlichen Gemeinschaft deutlich höher. Arbeitnehmer:innen äußern Bedenken bezüglich Arbeitsverdichtung und Entfremdung.

Vids or it didn’t happen

Nach dem Launch von Sora 2 und der Sora-App fanden sich sehr schnell die skurrilsten Videos in den sozialen Medien wieder, beispielsweise von Albert Einstein beim Rasenmähen oder Martin Luther King beim Boxen. Wir posten bewusst keine Links zu diesen Videos. Nicht nur die jeweiligen Familien empfanden dies wohl als eher unpassend – auch Disney und andere Firmen beklagten sich, da ihre Figuren ungefragt genutzt wurden.
Nun versucht OpenAI den Geist wieder in die Flasche zu bekommen durch das Blockieren von speziellen Begriffen wie „South Park“ oder „Mickey“. Sie kündigten außerdem an, dass Rechteinhaber:innen in Zukunft mehr Kontrolle über ihre Charaktere erhalten sollen.

Forschung und Entwicklung

Rekursion – wiederholtes Reasoning bis zur Lösung

Samsung SAIL Montreal hat mit dem „Tiny Recursive Model“ einen neuen Ansatz vorgeschlagen, der darauf setzt, dass ein sehr kleines Modell über ein Problem nachdenkt, dann diese gewonnenen Erkenntnisse für den nächsten Denkschritt nutzt und dies so lange wiederholt, bis das Problem gelöst ist. Damit hat es laut Samsung tausendfach größere Modelle bei den wichtigen Benchmarks ARC-AGI 1 und ARC-AGI 2 übertroffen.


KI-Tooltime 

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Lokalen KI-Modelle auf dem eigenen Rechner nutzen

c’t 3003 zeigt am Beispiel „LM Studio“, wie man lokale Modelle am eigenen Endgerät zum Laufen bekommt und was es zu beachten gibt. Sie erklären sehr einstiegsfreundlich auch die wichtigsten Begrifflichkeiten.

Neue Modelle und Feature

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