Die Charta der Vielfalt mit Leben füllen

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FH und RWTH nehmen am Deutschen Diversity Tag teil

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt ist die FH Aachen in diesem Jahr einem bedeutenden Diversity-Netzwerk beigetreten, in dem verschiedene Institutionen und Unternehmen aus ganz Deutschland sich über gelebte Vielfalt in allen Dimensionen des Diversity-Managements austauschen. Künftig sollen die Themen Diversity und Chancengerechtigkeit eine noch bedeutendere Rolle in der Hochschule spielen – mit der aktiven Teilnahme am Veranstaltungsprogramm des Deutschen Diversity Tags (zu finden unter folgendem Link: www.charta-der-vielfalt.de) untermauerte die FH Aachen jetzt dieses Bestreben.

„Der zehnte Deutsche Diversity Tag war eine willkommene Gelegenheit, uns aktiv mit Beiträgen aus der Perspektive einer vielfältigen Hochschule zu engagieren. Wir haben bereits viele Angebote für Studierende und Beschäftigte mit Beeinträchtigungen, aber der heutige Austausch hat gezeigt, dass wir noch Potenziale ausschöpfen können“, so Prof. Dr. Martina Klocke, Prorektorin für Diversity und Chancengerechtigkeit über die digitale Veranstaltung zum Thema „Studieren mit Beeinträchtigung – Gemeinsam Wege finden und Wege gemeinsam gehen“. Die Teilnahme am Deutschen Diversity Tag geschah in enger Abstimmung mit der RWTH Aachen, die am gleichen Tag unter dem Titel „Sag ich’s?” einen Workshop mit Informationen zum interaktiven digitalen Selbst-Test für Arbeitnehmer:innen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen anbot.

Bei der FH-Veranstaltung sprachen drei Studierende mit Beeinträchtigung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über ihre Erfahrungen an der FH Aachen. Dadurch wurde klar, dass es an der FH schon viele gute Angebote gibt, die aber präsenter auf der Webseite platziert werden sollten. Daran wird bereits gearbeitet, eine Übersichtsseite zum Thema Inklusion wird zusammengestellt. Aus Sicht der Lehrenden berichtete der Vertrauensdozent Prof. Dr. Konstantin Kotliar vom Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik von seinen Erfahrungen: „Ich freue mich immer, wenn ich einem Studierenden helfen kann, aber manchmal würde ich mir etwas mehr Fachwissen wünschen. Über ein Angebot für Seminare oder Workshops für Vertrauensdozentinnen und Vertrauensdozenten würde mich sehr freuen.” Im Anschluss stellten die studentische Anlauf- und Beratungsstellen „vBecks“ sowie der AStA ihr Angebot im Bereich Inklusion vor. Zum Abschluss sprachen Winfried Kock, Mitarbeiter im Zentrum für Hochschuldidaktik und Qualitätsentwicklung (ZHQ), und Alexander Haase, Mitarbeiter im Bereich Personalentwicklung, über die Möglichkeiten und Entwicklungen der digitalen Barrierefreiheit in Studium und Lehre.   

Im Mittelpunkt des RWTH-Workshops stand die Frage, wie Beschäftigte und Studierende mit chronischen Erkrankungen ihre Beeinträchtigung öffentlich machen können oder ob es unter Umständen sinnvoller ist, das nicht zu tun. Dr. Jana Bauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Arbeit und berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln, stellte ein Internetangebot vor, das sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen entwickelt hat (https://sag-ichs.de/start). Kern der Seite ist ein Selbsttest, bei dem Betroffene eine Selbsteinschätzung zu ihrer Krankheit sowie ihrem beruflichen Umfeld abgeben, auf deren Basis eine Empfehlung zum Umgang mit der Krankheit gegeben wird.

Mehr Informationen unter: www.fh-aachen.de/hochschule/inklusion

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