Neues aus der Strategieschmiede für Studium und Lehre

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Im Rahmen des Strategieentwicklungsprozesses in Studium und Lehre sind wir ein Stück weitergekommen (Eine Einführung dazu finden Sie in diesem Blogartikel: https://zhq-blog.fh-aachen.de/digitalisierung/ein-framework-fuer-die-studiengaenge-der-fh-aachen/). Der zweite zweitägige Workshop hat erste Ergebnisse zum strategischen Handlungsfeld Digitalisierung gebracht, und in das Handlungsfeld Nachhaltigkeit eingeführt.

Erste Ergebnisse – wie „digital“ ist unser Studiengang?

Ziel des Prozesses ist ein Fragebogen anhand dessen die Studiengänge reflektieren können, wie sie in Bezug auf die strategischen Handlungsfelder Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Globalisierung aufgestellt sind.

Erstes Ergebnis ist nun ein Prototyp von fünf Kategorien mit jeweils fünf Fragen zum Bereich Digitalisierung. Inspiriert wurde er vom Self-Assessment Fragebogen, der von der gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission auf Basis einer Expertenbefragung erstellt wurde (s.u.). Dieser bezieht sich allerdings auf einzelne Lehrende.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Framework, der dem Fragebogen zugrunde liegt: DigCompEdu (europa.eu)) . Möchten Sie sich selbst testen? Hier finden Sie eine englische Version des online-Self-Assessment Tools: EUSurvey – Survey (europa.eu).

Die Arbeitsgruppe hat nun einen Fragebogen für die Studiengänge der FH Aachen entwickelt, zu dem bereits erstes Feedback eingeholt werden konnten. Gefragt wurden Dekane und interessierte Kollegen aus den Fachbereichen, vor allem auch mit dem Amt der Studiengangsleitung beauftragte Personen, sowie Studierende.

Agenda des zweiten Strategieworkshops Tag 1 (Digitalisierung)
Agenda des zweiten Strategieworkshops Tag 1 (Digitalisierung)

Super Prototyp – komplexe Fragen

Das Urteil war einhellig: Der Prototyp ist umwerfend: Die Antworten auf 25 Fragen, die in dem kurzen Zeitraum entstanden sind, ergeben ein sehr umfassendes Bild zum Stand der Digitalisierung eines Studiengangs. Die Workshopteilnehmer:innen zeigten sich beeindruckt von dem Ergebnis der Arbeitsgruppe, die diese anspruchsvolle Aufgabe neben ihren umfangreichen Pflichten als Studiendekan:innen leisten mussten.

Wie es einem Prototypen so eigen ist, bedarf es aber auch noch des Feinschliffs. Gegenstand intensiver Diskussionen waren die Antwortskalen: Wie kann man für die verschiedenen Studiengänge der FH übergreifende Kriterien festlegen? Sollte man Punkte vergeben und ist es wirklich an allen Stellen möglich, genau zu bestimmen, was besser ist? Darüber hinaus ergeben sich aus der Diskussion der Gruppe Fragen der Umsetzung: Wie sollen die Fragebögen in bestehende Prozesse integriert werden? Wie verhalten sie sich zu Ziel und Leistungs-Vereinbarungen?

Nächstes Thema: Nachhaltigkeit

Als nächstes stehen die Fragen zu Bereich Nachhaltigkeit an. Zur Näherung an einen Fragebogenteil zur Verankerung des Themas „Nachhaltigkeit“ in den Studiengängen war es zunächst wichtig, sich einem gemeinsamen Verständnis von Nachhaltigkeit zu nähern und Prioritäten in Bezug auf die zu berücksichtigenden Dimensionen zu setzen.

Relevanter Input hier sind die Erfahrungen des Hochschulverbundes „HochN“ (https://www.hochn.uni-hamburg.de/) sowie ein international erprobtes Auditing Tool zur „Bildung für Nachhaltigkeit“ aus den Niederlanden (https://www.hobeon.nl/aishe-kader-maakt-plaats-voor-het-she-kader).

Es wurde bereits bei der Einführung des Themas deutlich, dass Nachhaltigkeit in einem Bildungskontext zu verstehen ist und die jeweiligen fachlichen Disziplinen bedeutende, aber nicht exklusive Rollen darin einnehmen sollten.

Das größere Ganze

Insgesamt hat sich die Hochschule auf einen partizipativen Weg zur Strategiebildung gemacht.  Insofern ist dieser Subprozess in Studium und Lehre pars pro toto. In einem wichtigen, aber nicht dem einzigen Handlungsfeld müssen Umsetzungsstrategien größerer strategischer Ziele entwickelt werden. Insgesamt betont die Hochschule in ihren Leitgedanken das Miteinander auch im Sinne eines Zusammenspiels der Disziplinen und der Interaktion mit der Zivilgesellschaft. Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist dazu ein großartiger Reflexions- und Erprobungsraum. Nutzen wir diese Chance!  

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Eine kurze Frage ...

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2 Kommentare

Das scheint ein interessanter und ergebnisreicher Strategieworkshop gewesen zu sein. Kann man denn schon absehen wann der Prototyp eingesetzt werden kann?

Zur Umsetzung: Es wäre wenig partizipativ hier ein Datum zu nennen, das nicht mit der gestaltenden Runde und den umsetzenden Fachbereichen abgesprochen ist. Auch muss die Einbindung in den QM-Kreislauf schon im Detail stehen, bevor wir an den Start gehen. Eine Wunschvorstellung meinerseits wäre da Mitte nächsten Jahres und das könnte man schaffen, wenn es keine unvorhergesehenen Hindernisse gibt.

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